The Poetry Project: Stimmen der Hoffnung

17. September 2019 | Kategorie: Aktuelles

Geflüchtete Jugendliche schreiben Gedichte über Fremdheit, Sehnsucht und Zuversicht.

Im Versemachen finden sie ihre Stimme.

Samstag, 23.11.2019, 10.30 – 14.30 Uhr , Großer Saal

Bei Reisen durch Afghanistan hatte Initiatorin und SPIEGEL-Auslandskorrespondentin Susanne Koelbl den Zauber der Lyrik in der persischen Kultur immer wieder erfahren und entwickelte 2015 eine Idee: Als hunderttausende Menschen aus Krisengebieten nach Deutschland kamen, gerade auch unbegleitete Minderjährige, ergab sich die Frage, wie Fremdheit und Unsicherheit überwunden werden könnten – die Poesie als Brücke schien ein guter Anfang.

Regelmäßig trafen sich allein nach Europa geflüchtete Jugendliche mit ihren Poesie-Mentor*innen in Berlin und verfassten Verse über Todesangst, Sehnsucht und Fremdheit. Mittlerweile hat sich ein deutschlandweiter lyrischer Dialog zwischen Jugendlichen mit und ohne Fluchthintergrund entwickelt, über Krieg und Angst, über Gemeinsamkeiten und Liebe. Auf Ebene der Poesie und somit im Schutzraum der Kunst können die Jugendlichen den jeweils anderen kennenlernen und individuelle wie kollektive Geschichten miteinander teilen. Es entstehen sehr persönliche Zeilen, die zeigen, dass unter den Trümmern des Krieges die poetische Seele einer Jahrhunderte alten Hochkultur lebt, schön und unzerstört.

Im Vorfeld der Lesung führt The Poetry Project einen Workshop mit Bonner Jugendlichen durch.

In Zusammenarbeit mit The Poetry Project e.V.

Poeten

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